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Die Anschaffung

Inhalt:

Der Kauf

Erwerben kann man seine Wellensittiche beim verantwortungsbewussten Züchter, im Tierheim oder in einer gut geführten Zoofachhandlung.

1. Vor dem Kauf

Als aller erstes ist es wichtig, sich zu informieren. Was brauchen Wellensittiche, kann ich das bieten. Welche Bedürfnisse haben sie, passen wir zusammen. Und das alles für bis zu 25 Jahren. Bin ich bereit, so lange für das Tier zu sorgen oder bin ich gar zu alt für ein Jungtier oder an wen vererbe ich die Vögel, wenn mein Alter bereits so hoch ist, dass von vornherein fest steht, dass die Tiere zu meinem Nachlass gehören werden. Leben noch andere Tiere im Haushalt, vertragen sich die Tierarten. Absolut unpassend sind Katzen, Ratten und alle anderen Tiere, welche einen ausgeprägten Jagdtrieb besitzen. Haben die anderen tierischen Hausgenossen keinen solchen, wird es wahrscheinlich zu einer artübergreifenden Freundschaft kommen. Wellensittiche sind an anderen Tieren äußerst interessiert und beobachten nicht selten stundenlang still sitzend das Treiben.
Das Vogelheim sollte bereits eingerichtet werden, damit die Vögel gleich einziehen können und der Standort muss dauerhaft gewählt werden. Alles Neue verunsichert Wellensittiche. Vibrationen machen ihnen Angst, so dass im Raum keine Waschmaschine o.ä. stehen darf. Sie möchten am Familienleben teilnehmen, gehören von daher nicht in eine "Abstellkammer", vertragen aber keine laute Musik. Musik in Zimmerlautstärke hingegen mögen sie oft sehr gern.

2. Die Auswahl

Der Vogel sollte munter und lebhaft sein, sein Gefieder matt glänzend, die Augen klar, der Po sauber. Vögel, die mit gesträubten Federn da sitzen oder gerupft sind, deren Federn Knicke aufweisen oder denen Federn fehlen, kauft man nicht, sie können krank sein. Es sollten auch immer zwei Zehen nach vorn und zwei nach hinten zeigen, eine andere Zehenstellung weist auf Überzüchtung hin.
Überzüchtete Tiere sind oft zu schwer, dadurch träge und schnell verfettet, wodurch sie zu Krankheiten neigen. Tiere, die ängstlich in einer Ecke sitzen, sind schwerer einzugewöhnen als lebhafte, interessierte Vögel. Wellensittiche von 5-8 Wochen gewöhnen sich schnell an eine neue Umgebung und neue Gesellschaft. Aber auch ältere Tiere können gut vergesellschaftet werden. Dazu komme ich dann noch.

Ist bereits ein Wellensittich vorhanden, ist es nach Absprache bei einigen Züchtern, Tierheimen und Welli-Not-Hilfen möglich, den vorhanden Wellensittich mitzunehmen und selbst wählen zu lassen.

Ihren Partner fürs Leben suchen sie sich gern selbst aus. Hat man also die Möglichkeit dazu, sollte man sie unbedingt nutzen. Wie bei Menschen können sich manche Wellensittiche untereinander nicht sonderlich leiden, wohingegen man bei anderen die große Liebe erlebt.

Möchte man ganz neu mit Wellis beginnen oder sowieso zwei kaufen, beobachtet man alle Vögel in der Voliere. Vögel, die eng beieinander sitzen, sich gegenseitig Futter anbieten oder sich gar den Kopf kraulen, kann man sehr leicht als glückliches Pärchen erkennen.
Ist ein Wellensittich bereits vorhanden, ist es nach Absprache bei einigen Züchtern, Tierheimen und Welli-Not-Hilfen möglich, den vorhanden Wellensittich mitzunehmen und selbst wählen zu lassen. Ihren Partner fürs Leben suchen sie sich gern selbst aus. Hat man also die Möglichkeit dazu, sollte man sie unbedingt nutzen. Wie bei Menschen können sich manche Wellensittiche untereinander nicht sonderlich leiden, wohingegen man bei anderen die große Liebe erlebt.

3. Der Einzug

Soll der neue Vogel mit einem anderen vergesellschaftet werden, muss er zuvor in Quarantäne. Alles jetzt folgende gilt dann für die Quarantänestation.
Sind es zwei Neulinge, die einen eigenen Käfig erhalten, stellt man den Transport-Karton oder die Box geöffnet auf den Boden des neuen Heims. Ebenfalls auf dem Käfigboden sollte man einen Napf mit Körnern stellen und Wasser. Bis die Vögel sich in ihrem Käfig auskennen, wissen wo Futter- und Wasserspender befestigt sind, finden sie dort alles, was sie brauchen. Die Leckereien verteilt man gut.
Irgendwann, das kann sehr schnell gehen, aber auch Stunden dauern, kommen die neuen Hausgenossen aus ihrem (Schutz)Karton heraus. Man sollte sie die ersten Tage in Ruhe lassen, damit sie ihre erste Angst verlieren und sich an all das Neue gewöhnen. Ausnahme: wenn der vorhandene Wellensittich sehr scheu ist, kann man bereits die Quarantäne des Neulings vom ersten Tag an nutzen, um ihn an sich zu gewöhnen. Kommt er dann zutraulich zu dem anderen Wellensittich, wird er das scheue Verhalten nicht komplett übernehmen.
Beim Versorgen der Tiere ist es sehr wichtig, sich niemals stumm zu nähern. Wenn man an den Käfig heran tritt, redet oder pfeift man mit ihnen. Wellensittiche gewöhnen sich an die ganze Familie, werden sich jedoch einer Person gesondert zuwenden. Deswegen sollten die Futtergabe und die Käfigreinigung von einer Bezugsperson ausgeführt werden.
Nach und nach beginnt man dann, die Vögel handzahm zu machen, in dem man Leckerlis wie Kolbenhirse ausschließlich aus der Hand anbietet. Die Vögel werden sehr bald beginnen, aus der Hand zu knuspern, regelmäßige Beschäftigung mit den Tieren vorausgesetzt. Dann gehen die Meinungen auseinander. Einerseits heißt es, den Vögeln soll man erst Freiflug gewähren, wenn sie an die Hand gewöhnt sind, andererseits wollen Wellis fliegen. Fängt man sie jedoch mit der Hand ein, verfliegt jegliches Vertrauen, welches sie bisher schon bekamen. Abhilfe schafft ein Käscher. Denn dann fürchten sie ihn und nicht die Hand.

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Vergesellschaftung

Es gibt verschiedene Möglichkeiten. Die narülichste ist, den bereits vorhandenen Vogel mit zum Tierheim oder Züchter zu nehmen. Er wählt dann selbst und es sind keine Probleme zu erwarten. In der Natur kann der Welli aus einer Schar von Artgenossen seinen Partner aussuchen. Tut er dies, dann stimmt auch die Chemie zwischen den Tieren.
Eine ander Möglichkeit ist wohl die am häufigsten genutzte. Der Mensch wählt einen Partner für den Wellensittich aus, mit dem er dann klar kommen soll. Wenn kein Nachwuchs erwünscht ist, ist das Geschlecht unwichtig, da einer der Wellensittiche mit der Zeit die Rolle des anderen Geschlechts übernehmen wird. Man kann aber auch ein Pärchen ohne Nachwuchs halten, in dem man ihnen keine Bruthöhle zur Verfügung stellt. Ist der neue Wellensittich gerade aus dem "Nest gefallen", kann man versuchen, ihn nach der Quarantäne gleich in das Vogelheim zu setzen. Beobachten muss man die beiden dann bei ihrer Annäherung. Denn der alteingesessene hat Revieransprüche. Hat man einen älteren Wellensittich als Neuzugang, stellt man einen zweiten Käfig neben den des bereits wohnhaften. So können die beiden vorsichtig ersten Kontakt miteinander aufnehmen. Vergesellschaften wird man die beiden während des Freifluges. Wahrscheinlich sitzen sie ein paar Stunden später bereits nebeneinander und wollen auch in denselben Vogelbauer einkehren.
Wenn der bereits vorhandene Wellensittich schon lange allein lebte und vielleicht sogar ein Plastikvogel oder Spiegel im Käfig hängt, muss man als allererstes dieses Zeugs entfernen. Das Einzeltier begreift ansonsten schlecht, was passiert. Wird immer wieder den Plastikvogel zu Rate ziehen und sich mit dem lebendigen Tier nicht richtig auseinandersetzen.
Eine Vergesellschaftung braucht Zeit. Sind sich die Vögel sympathisch können sie bereits nach etwa 2 Wochen ein Herz und eine Seele sein (bei Gesellschaft gewohnten Tieren geht es schneller). Aber es ist möglich, dass die beiden sich nur tolerieren. Wenn einer der Vögel gerade seinen Partner verlor, wird er trauern. Die Trauerzeit bei Wellis beträgt etwa ein Jahr. Es kann sein, dass innerhalb dieser Zeit ein neuer Partner, egal wie sympathisch er ist, eher ignoriert wird. Aber auch hier kann nach der Trauerphase noch eine innige Freundschaft entstehen und es ist dennoch wichtig, dem Trauernden schnell wieder Gesellschaft zu schenken.
Wenn Wellensittiche sich blutig hacken und dauerhaft bekriegen, muss man sie leider wieder trennen und es mit einem anderen Wellensittich probieren. Züchter und Tierheime werden in diesem Fall behilflich sein.

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