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Erwerben kann man seine Wellensittiche beim
verantwortungsbewussten Züchter, im Tierheim oder in einer gut geführten Zoofachhandlung.
Als aller erstes ist es wichtig, sich zu informieren.
Was brauchen Wellensittiche, kann ich das bieten. Welche Bedürfnisse haben sie, passen wir
zusammen. Und das alles für bis zu 25 Jahren. Bin ich bereit, so lange für das Tier zu sorgen
oder bin ich gar zu alt für ein Jungtier oder an wen vererbe ich die Vögel, wenn mein Alter
bereits so hoch ist, dass von vornherein fest steht, dass die Tiere zu meinem Nachlass gehören
werden. Leben noch andere Tiere im Haushalt, vertragen sich die Tierarten. Absolut unpassend sind
Katzen, Ratten und alle anderen Tiere, welche einen ausgeprägten Jagdtrieb besitzen. Haben die
anderen tierischen Hausgenossen keinen solchen, wird es wahrscheinlich zu einer artübergreifenden
Freundschaft kommen. Wellensittiche sind an anderen Tieren äußerst interessiert und
beobachten nicht selten stundenlang still sitzend das Treiben.
Das Vogelheim sollte bereits eingerichtet werden, damit die Vögel gleich einziehen können
und der Standort muss dauerhaft gewählt werden. Alles Neue verunsichert Wellensittiche.
Vibrationen machen ihnen Angst, so dass im Raum keine Waschmaschine o.ä. stehen darf. Sie
möchten am Familienleben teilnehmen, gehören von daher nicht in eine "Abstellkammer",
vertragen aber keine laute Musik. Musik in Zimmerlautstärke hingegen mögen sie oft sehr
gern.
2. Die AuswahlDer Vogel sollte munter und lebhaft sein, sein Gefieder matt glänzend, die Augen klar, der Po sauber. Vögel, die mit gesträubten Federn da sitzen oder gerupft sind, deren Federn Knicke aufweisen oder denen Federn fehlen, kauft man nicht, sie können krank sein. Es sollten auch immer zwei Zehen nach vorn und zwei nach hinten zeigen, eine andere Zehenstellung weist auf Überzüchtung hin. Ist bereits ein Wellensittich vorhanden, ist es nach Absprache bei einigen Züchtern, Tierheimen und Welli-Not-Hilfen möglich, den vorhanden Wellensittich mitzunehmen und selbst wählen zu lassen. |
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Ihren Partner fürs Leben suchen sie sich gern selbst aus. Hat man also die Möglichkeit dazu, sollte man sie unbedingt nutzen. Wie bei Menschen können sich manche Wellensittiche untereinander nicht sonderlich leiden, wohingegen man bei anderen die große Liebe erlebt.
Möchte man ganz neu mit Wellis beginnen
oder sowieso zwei kaufen, beobachtet man alle Vögel in der Voliere. Vögel, die eng beieinander
sitzen, sich gegenseitig Futter anbieten oder sich gar den Kopf kraulen, kann man sehr leicht als
glückliches Pärchen erkennen.
Ist ein Wellensittich bereits vorhanden, ist es nach Absprache bei einigen Züchtern, Tierheimen und
Welli-Not-Hilfen möglich, den vorhanden Wellensittich mitzunehmen und selbst wählen zu lassen.
Ihren Partner fürs Leben suchen sie sich gern selbst aus. Hat man also die Möglichkeit dazu,
sollte man sie unbedingt nutzen. Wie bei Menschen können sich manche Wellensittiche untereinander
nicht sonderlich leiden, wohingegen man bei anderen die große Liebe erlebt.
Soll der neue Vogel mit einem anderen
vergesellschaftet werden, muss er zuvor in Quarantäne. Alles jetzt folgende gilt dann für die
Quarantänestation.
Sind es zwei Neulinge, die einen eigenen Käfig erhalten, stellt man den Transport-Karton oder die
Box geöffnet auf den Boden des neuen Heims. Ebenfalls auf dem Käfigboden sollte man einen Napf
mit Körnern stellen und Wasser. Bis die Vögel sich in ihrem Käfig auskennen, wissen wo
Futter- und Wasserspender befestigt sind, finden sie dort alles, was sie brauchen. Die Leckereien
verteilt man gut.
Irgendwann, das kann sehr schnell gehen, aber auch Stunden dauern, kommen die neuen Hausgenossen aus
ihrem (Schutz)Karton heraus. Man sollte sie die ersten Tage in Ruhe lassen, damit sie ihre erste Angst
verlieren und sich an all das Neue gewöhnen. Ausnahme: wenn der vorhandene Wellensittich sehr scheu
ist, kann man bereits die Quarantäne des Neulings vom ersten Tag an nutzen, um ihn an sich zu
gewöhnen. Kommt er dann zutraulich zu dem anderen Wellensittich, wird er das scheue Verhalten nicht
komplett übernehmen.
Beim Versorgen der Tiere ist es sehr wichtig, sich niemals stumm zu nähern. Wenn man an den
Käfig heran tritt, redet oder pfeift man mit ihnen. Wellensittiche gewöhnen sich an die ganze
Familie, werden sich jedoch einer Person gesondert zuwenden. Deswegen sollten die Futtergabe und die
Käfigreinigung von einer Bezugsperson ausgeführt werden.
Nach und nach beginnt man dann, die Vögel handzahm zu machen, in dem man Leckerlis wie Kolbenhirse
ausschließlich aus der Hand anbietet. Die Vögel werden sehr bald beginnen, aus der Hand zu
knuspern, regelmäßige Beschäftigung mit den Tieren vorausgesetzt. Dann gehen die
Meinungen auseinander. Einerseits heißt es, den Vögeln soll man erst Freiflug gewähren,
wenn sie an die Hand gewöhnt sind, andererseits wollen Wellis fliegen. Fängt man sie jedoch
mit der Hand ein, verfliegt jegliches Vertrauen, welches sie bisher schon bekamen. Abhilfe schafft ein
Käscher. Denn dann fürchten sie ihn und nicht die Hand.
Es gibt verschiedene Möglichkeiten.
Die narülichste ist, den bereits vorhandenen Vogel mit zum Tierheim oder Züchter zu nehmen.
Er wählt dann selbst und es sind keine Probleme zu erwarten. In der Natur kann der Welli aus einer
Schar von Artgenossen seinen Partner aussuchen. Tut er dies, dann stimmt auch die Chemie zwischen den
Tieren.
Eine ander Möglichkeit ist wohl die am häufigsten genutzte. Der Mensch wählt einen
Partner für den Wellensittich aus, mit dem er dann klar kommen soll. Wenn kein Nachwuchs
erwünscht ist, ist das Geschlecht unwichtig, da einer der Wellensittiche mit der Zeit die Rolle des
anderen Geschlechts übernehmen wird. Man kann aber auch ein Pärchen ohne Nachwuchs halten, in
dem man ihnen keine Bruthöhle zur Verfügung stellt. Ist der neue Wellensittich gerade aus dem
"Nest gefallen", kann man versuchen, ihn nach der Quarantäne gleich in das Vogelheim zu setzen.
Beobachten muss man die beiden dann bei ihrer Annäherung. Denn der alteingesessene hat
Revieransprüche. Hat man einen älteren Wellensittich als Neuzugang, stellt man einen zweiten
Käfig neben den des bereits wohnhaften. So können die beiden vorsichtig ersten Kontakt
miteinander aufnehmen. Vergesellschaften wird man die beiden während des Freifluges. Wahrscheinlich
sitzen sie ein paar Stunden später bereits nebeneinander und wollen auch in denselben Vogelbauer
einkehren.
Wenn der bereits vorhandene Wellensittich schon lange allein lebte und vielleicht sogar ein Plastikvogel
oder Spiegel im Käfig hängt, muss man als allererstes dieses Zeugs entfernen. Das Einzeltier
begreift ansonsten schlecht, was passiert. Wird immer wieder den Plastikvogel zu Rate ziehen und sich
mit dem lebendigen Tier nicht richtig auseinandersetzen.
Eine Vergesellschaftung braucht Zeit. Sind sich die Vögel sympathisch können sie bereits nach
etwa 2 Wochen ein Herz und eine Seele sein (bei Gesellschaft gewohnten Tieren geht es schneller). Aber
es ist möglich, dass die beiden sich nur tolerieren. Wenn einer der Vögel gerade seinen
Partner verlor, wird er trauern. Die Trauerzeit bei Wellis beträgt etwa ein Jahr. Es kann sein,
dass innerhalb dieser Zeit ein neuer Partner, egal wie sympathisch er ist, eher ignoriert wird. Aber
auch hier kann nach der Trauerphase noch eine innige Freundschaft entstehen und es ist dennoch wichtig,
dem Trauernden schnell wieder Gesellschaft zu schenken.
Wenn Wellensittiche sich blutig hacken und dauerhaft bekriegen, muss man sie leider wieder trennen und
es mit einem anderen Wellensittich probieren. Züchter und Tierheime werden in diesem Fall
behilflich sein.