Dipti's Tischgehege
Die Grundform ist ein U-Gehege. Jeder Schenkel ist vom Gehege ablösbar. Es ist so ähnlich, als ob man drei Tische aneinander stellt. Diese "Tische" sind jedoch unter der Platte mit einem Bandverschluß gesichert. Jederzeit kann also der Halter, die Tische voneinander lösen, sie durch die Wohnung rollen. Zum Rollen sind an den Balken, die als Tischbeine dienen, Schwerlastrollen geschraubt.
Hinweis: Der Ficus Benjamini im Bild sollte von Schweinchen nicht erreicht werden, da frische Blätter schleimhautreizend wirken.

oben: Gehege heute
unten: Grundform des Geheges

Auf diese Weise entstand ein großes Gehege, welches die Transportfähigkeit viel kleinerer Gehege besitzt. Stellt euch einfach vor, ihr wollt das Fenster putzen. Wäre das Gehege fest verschraubt, müsstet ihr es komplett nach vorn rollen. Da es über die gesamte Zimmerbreite geht, kriecht ihr mit dem Putzzeug unten drunter durch. Einfacher: Ihr nehmt die Plexischeiben (siehe unten), sperrt die Tiere aus dem Mittelstück aus und löst die Verschlüsse (Bild rechts). Nun könnt ihr das Mittelstück nach vorn rollen und zur Seite stellen, das Fenster bequem putzen und danach alles wieder hinstellen.


Der Bandverschluß wird geschlossen auf die Unterseite der Platten aufgelegt, angezeichnet und dann fest geschraubt. So sorgt ihr dafür, dass er genug Spannung hat, um die Platten fest aneinander zu drücken. Es ensteht kein Spalt.
Alle Platten sind beschichtete Spanplatten von 20mm Stärke. Zu beachten ist beim Nachbau, dass ihr auch die Rückwände so abmesst, dass sie jeweils auf den "Tisch" passen und nicht über die gesamte Länge reichen.
Um eine Krankenstation zu erhalten oder Tiere zum Putzen abzutrennen, wurde an der Rückwand eine Nutleiste befestigt. Ebenso findet sich gegenüber an der Front eine Nutleiste. Mittels einer eingeschobenen Plexischeibe kann somit leicht und unkompliziert ein abgetrenntes Abteil entstehen.
Die Wasserflasche auf dem Bild steckt in einem Fahrradflaschenhalter. Wenn ihr einen solchen nutzen wollt, nehmt ihr die Flasche mit in den Laden und probiert aus, welche Befestigung zur Flaschengröße passt.
Um mehr Platz für die abgeteilten Tiere zu schaffen, wurde rechts im Bild die Trennscheibe diagonal zur Wand geführt. Dafür hat die Halterin zwei Plexischeiben mit Klammern aneinander gefügt.
Die Ebene auf dem rechten "Tisch" wurde mit Scharnieren an der Rückwand befestigt und liegt auf einem Haus auf, um die Stabilität zu erhöhen.


Irgendwann wurde mehr Platz gebraucht. Ihr wisst ja, der Name Meerschweinchen ist nicht so ganz korrekt, es sollte Mehrschweinchen heißen. So entstand die Idee zum Penthouse.
An die Unterseite des Penthouse wurden hinten u-förmige Bleche (Schiene) geschraubt. Diese passen genau auf die vorhandene Rückwand des darunter liegenden "Tisches". Somit kann das Penthouse nicht verrutschen. Vorn wurden Rundhölzer als Säulen genutzt. Um nicht durch die Grundplatte bohren zu müssen, wurden die Säulen mit Winkeln angeschraubt.
Sie wurde anfangs nicht wirklich benutzt. Die Halterin ergänzte daraufhin eine flachere Rampe. Die Häuser mit angeblichen Rampen sind für die meisten Meerschweinchen zu steil und durch die Leisten bekommen die Tiere nicht ausreichend Halt.
Die Ablage oberhalb der Ebene dient als Dach zum Wohlfühlen für darunter und für Schweinesachen zum Abstellen obendrauf.

Da das Penthouse durch Schienen (u-förmige Bleche) am Platz gehalten wird und nicht verschraubt ist, lässt es sich ebenso leicht entfernen, wie man die Gehegeteile auseinander rollen kann.
Gut zu sehen ist auf dem Bild, dass die Säule in der Mitte so zu platzieren war, dass die Gehegetrennung durch die Plexischeibe noch immer möglich ist.
Samt Einrichtung hat man nun zwei schöne Gehege. Oben lebte ein Weibchen mit ihrem Kastraten, das keine anderen Weibchen um sich herum ertrug. Daher war sie von der Notstation mit ihrem Kerl allein vermittelt wurden. Als der Kastrat starb, gab das ein Problem. Aber seltsamer Weise beschloss das Weibchen, sich den anderen anzuschließen. Sie hat offensichtlich gelernt, Vertrauen gefunden. So wurde die Gehegetrennung aufgehoben.
Eine Rampe würde immens viel Platz benötigen, da die Höhe so gewählt wurde, dass auch der untere Teil hell bleibt. Daher entschied sich die Halterin dafür, die Höhe zu verkürzen. Vom Penthouse geht es eine Stufe als eine Art Balkon nach unten und die Rampe kommt auf einem Haus an. Damit kann man gut 30cm Höhe einsparen.
Die Stufenhöhe am Balkon ist so gewählt, dass die Tiere nun bequem unter der Grundplatte des Penthouse hindurch die Rampe nutzen können. Haushöhe sollte jedoch nicht überschritten werden, damit die Tiere sich auch trauen.
Der Balkon wurde mit Plexi umrandet, das lässt sich unter Hitze gut biegen. Hitze heißt aber nicht abrennen. Für diese Arbeit benötigt ihr einen Heißluftfön. Die Rampe und der Balkon wurden beide an der Rückwand mit Winkelblechen fixiert und vorn an der Säule.


Größe gesamt 7,5m² (6m² unten + Penthouse 1,5m²)
Novella Calow - www.salatgurken.net