Ernährung von Wellensittichen

In ihrer Heimat finden Wellis ein reichliches Angebot von Sämerein vor. Auf ihrem Speiseplan stehen um die 20 Pflanzenarten, davon einige Gräser. Wichtig ist, dass ein Wellensittich sterben kann, wenn er nur wenige Stunden kein Futter vorfindet. Es ist daher nicht möglich, den Vogel "vorzufüttern" und dann zu verreisen. Für Wellensittiche muss man immer einen Urlaubsplatz oder eine Pflegeperson suchen.

Trockenfutter


Aus dem Napf wächst das Ex-Körnerfutter,
welches auf Blumenerde gut gedeiht.

Für Wellensittiche stehen verschiedene feine Samenmischungen zur Verfügung. Es ist wichtig, auf das Verfallsdatum zu achten, da überlagertes Futter kaum noch Vitamine enthält und zu Mangelerscheinungen führen kann. Das Futter lagert man kühl und dunkel. Riecht es muffig, so ist es von Parasiten befallen und muss entsorgt werden. Ob das Futter frisch ist, testet man am besten, in dem man einige Körner in eine Schale mit wenig Wasser gibt. Binnen weniger Tage sollten diese Körner keimen. Die Keimlinge zeigen, dass das Futter noch frisch ist und können als kleine Köstlichkeiten an die Wellensittiche verfüttert werden.
Wellensittiche brauchen jedoch mehr als Trockenfutter. Eine einseitige Ernährung damit führt zu Mangel besonders an tierischen Eiweißen und Vitamin A.

Frischfutter

Zur gesunden Ernährung gehört täglich etwas Frisches. Auf der Fensterbank gezogene Kräuter oder was im Garten wächst. Z.B. Wegerich, Vogelmiere, Löwenzahn samt Wurzel. Mit Petersilie muss man vorsichtig umgehen. Sie enthält sehr viel Vit.A, zuviel davon kann der Vogel weder ausscheiden noch abbauen, so dass es ihn krank macht. Ein Schälchen mit Nager- oder Vogelgras wird von Wellis regelrecht zerpflückt. Bei der benutzten Erde sollte man jedoch darauf achten, dass sie nicht frisch vom Kompost kommt, da die Tiere sie ab und zu gern fressen.
Obst muss man als Welli probiert haben. Zu den beliebtesten Sorten zählen dabei Äpfel, Brinen, Aprikosen, Bananen, Pampelmusen, Weinbeeren und Orangen. Aber auch anderes kann man seinen Tieren anbieten.

Gemüse wie Broccoli, Grünkohl, Mohrrüben, Kürbis und Tomaten dürfen gelegentlich nicht fehlen. und auch frische Zweige von ungespritzten Obstbäumen, Nadelhölzer, Birke, Pappel, Linde und Weide sind gesund. Zubereitung von Frischfutter: Obst und Gemüse wird geschnitten, damit der Welli sich sein Stückchen besser herauspicken kann. Grünfutter gibt man gewaschen und unverwelkt. Am besten gibt man Frisches morgens und holt dann abends die Reste heraus. Achten muss man darauf, dass Spritzmittel und Abgase durch Waschen nicht entfernbar sind. Nur weit entfernt von Straßen pflücken, den Löwenzahn niemals von der Hundewiese, ungewachste Äpfel wählen und bei allem auf die Herkunft achten. Da Wellensittiche eher wenig verbrauchen, kann man ihnen ruhig Bio-Sachen gönnen.

Zusatzfutter

Eiweiß gibt man in Form von Ei (10 Minuten kochen), Quark oder Joghurt. Dies gilt besonders während der Mauser oder Eibildung.
Kalk enthält alle Stoffe zum Aufbau von Knochen und Federn und Kalksteinchen dienen der Verdauung. Vögel suchen Kalksteinchen in der Einstreu, brauchen zusätzlich jedoch einen Vogelstein im Bauer, weil sie manchmal direkt Heißhunger darauf entwickeln.
Grit erhält man in der Zoofachhandlung. Er besteht aus Quarz und anderen Mineralien, die im Kropf und Magen die Samenhülsen zermahlen.
Leckerlis gibt man selten. Dabei zu beachten ist, dass das Angebot an Knabberstangen und ähnlichem Unmengen an Honig und Zucker enthält, was schädlich ist. Besser ist es da, natürliche Kolbenhirse als Leckerei anzubieten oder das Lieblingsobst des Tieres.

Wasser

Wellensittiche trinken wenig. Dennoch darf das täglich frische Wasser nicht fehlen. Der Vogeltrank, welcher im Handel angeboten wird, ist mit Jod angereichert. Bei einer ausgewogenen Ernährung kann man aber auch Leitungswasser anbieten. Leitungswasser ist Deutschlands bestgeprüftes Lebensmittel, daher unbedenklich, von hoher Qualität.

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