Akupunktur-Tagebuch Fortsetzung
Wochenzusammenfassungen
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9. Woche (17. - 24.03.2004)
Nachdem wir eine beginnende Ohrentzündung erfolgreich in den Griff bekamen,
zeigt Schlawiner diese Woche wieder volles Tempo und läuft lebhaft herum.
Das linke Knie benutzt er jedoch kaum, er zieht das Bein beim Steigen nach, beim
Laufen beugt er es soweit unbedingt nötig. Futterbetteln erledigt er weiter
zweibeinig, Springen tat er von klein auf kaum und mit der Arthrose geht das
freilich nicht.
Medikation: Er erhält noch immer 1/8 Traumeel täglich, allerdings
eher wegen der Ohrentzündung als der Arthrose. 1/5 Zeel täglich und
einmal wöchentlich 1 Globul Lycopodium dienen der Verlangsamung des
Fortschreitens der Arhtrose und für die Konstitution.
10. Woche (25. - 31.03.2004)
Die Bockgruppe inklusive Schlawiner ist ruhiger geworden. Vielleicht sind sie frühjahrsmüde, jedenfalls pennen sie meist. Läuft Schlawiner, geschieht dies in seiner üblichen breiten Gangart. Er versteift das stärker angegriffene linke Bein, benutzt das Knie selten. Gymnastik lehnt er weiterhin ab. Männchen und gut Tempo machen, fallen ihm leicht.
11. Woche (01. - 07.04.2004)
Mit gelegentlichen Schwankungen geht es Schlawiner überwiegend gut.
Seine Augen sind wieder stärker verkrustet. Laufen kann er prima, er rennt
sogar zwischendurch mal ein Stück, wenn er schneller die Leckerli-Hand
erreichen möchte als die anderen.
Da unser Versuch, das Traumeel abzusetzen, dazu führte, dass seine Nase
eine Kruste bekam, werden wir demnächst bei der Tierheilpraktikerin (THP)
einen neuen Termin vereinbaren. Die Akupunktur hatte zum Abfließen und so
zur Krustenverringerung geführt, aber irgendwas ist da ja nicht in Ordnung.
Auch wenn es mit der Arthrose nur nebenher zu tun hat, werde ich das auf dieser
Seite weiter mit verfolgen.
12. Woche (08. - 14.04.2004)
Fit, fiter, am fitesten. Schlawiner rennt, läuft, hoppelt. Häufig gerät
er mit Chef Möhrwin aneinander, denn beim Fressen ist Schlawi Chef, was Möhrwin
verwirrt. Die Krusten an den Augen sind fast völlig weg. Er wirkt zufrieden und
ausgeglichen.
Derzeitige Medikation: täglich - 1/5 Tabl. Zeel + 1/4 Tabl. FlutAid (Anti-Blasensteinmedizin)
+ wöchentlich 1 Globul Lycopodium.
Traumeel erfolgreich abgesetz!

13. Woche (15. - 21.04.2004)
Schlawiner fährt die Stelzen aus, selten, aber es geschieht. Er läuft
dann nicht mehr watschelnd, zwar breitbeinig, aber sehr viel normaler als sonst.
Dies passiert, obwohl er kräftig an Gewicht zulegte, was seinen Knien gar nicht
gut tun dürfte. Die Frühlingswiese sorgte jedoch dafür, für den
gierigen Blick nebenbei ebenso. Auch fünf Wochen nach der letzten Akupunktur
hält die Wirkung an. Sein Wohlbefinden schwankt, der Tiefpunkt ist zwar nicht
schön, aber auch nicht besorgniserregend. Meist sieht er fit aus und ist aktiv.
Dem Krustentier sind wir auf den Spuren. Schlawiner ruht am liebsten in den
heugefüllten Papptüten. Wenn Urin und Luft aufeinander treffen,
entsteht Ammoniak. In den Tüten dürfte die Konzentration ansteigen.
Eventuell verätzt das seine Schleimhäute und die Krusten kommen daher.
Wir finden es raus.
14. Woche (22.04. - 28.04.2004)
Die Aktivität ist eingeschränkt, er läuft und hoppelt, aber meist
liegt er auch im Auslauf herum und pennt. Da er beim Durchstrecken selbst des weniger
betroffenen rechten Hinterbeins Beschwerdemonologe führt, wird nächste Woche
Mittwoch wieder eine Akupunktur durchgeführt. Vorher bekamen wir leider keinen
Termin mehr.
Ansonsten ging die Augenverkrustung zurück, seit dem wir die heugefüllten
Papptüten mit zwei zusätzlichen Löchern statt nur einem zusätzlichen
versehen, so dass der Luftzug die Dünste besser wegträgt, aber weg sind die
Krusten nicht. Wir helfen ihm auch beim Sauberhalten seines Bäuchleins, weil er
das im Moment nicht selbst kann.
15. Woche (29.04. - 05.05.04)
Schlawiner sieht aus wie ein Junger, hoppelt und pennt jedoch meist. Ansonsten ist er fit und lebensfroh, verteidigt seine Position im Rudel.
7. Akupunktur
Schlawiner arbeitet mit. Sein Rücken ist weich, sein Nierenpunkt kaum
schmerzempfindlich. Da er seit ein paar Tagen Bewegungen macht, die eigentlich
auf eine Zahngeschichte schließen lassen, schaut die THP ihm noch ins
Mäulchen. Außer einer Verschleimung kann nichts gefunden werden.
Wohl ein kleiner Infekt, wir behalten es unter Beobachtung.
Schlawiner soll in etwa 6 Wochen wieder kommen.
16.Woche (06. 05. - 12.05.04)
Vergnügt und fidel ist Schlawiner diese Woche eine Quelle täglicher
Freude gewesen. Er läuft, er steigt, er rennt, er ist der Erste beim Fressen
und der Letzte, der mit dem Betteln aufhört.
Beim Laufen streckt er beide Hinterbeine richtig durch, was er derzeit auch sehr
häufig beim Ausruhen tut. Vielleicht seine eigene Art von Gymnastik, die
ihm offensichtlich sehr gut tut. Gelegentlich äußert er Beschwerdelaute
beim Putzen. Die Krusten um die Augen sind wesentlich geringer geworden, seit er gar
keine heugefüllten Papptüten mehr bekommt.
17. Woche (13.05. - 19. 05.04)
Schlawiner läuft gut, oftmals sogar hochbeinig, was kaum nach Behinderung
aussieht. Sein linkes Hinterbein nutzt er dabei genauso wie das rechte. Es ist schön.
Beim Putzen weiter gelegentliche Beschwerden. Im Moment pennt er mehr, liegt gerne in der
Sonne, wo es aber schon zu warm wird. Beim Betteln (auf den Hinterbeinen) fällt er
manchmal fast vornüber, so energiegeladen bis gierig ist er bei der Sache.
Wir sind sehr zufrieden und sein Augenausdruck sieht genauso aus.
18. Woche (20.05. - 26.05.04)
Er läuft fast ebenso wie die anderen, nur wesentlich zielsicherer und eiliger - Vorkoster Schlawiner vom Salatbeet - er nimmt seinen Job ernst. *grins* Es geht ihm recht gut, obwohl er sich eine leichte Erkältung zuzog. Die ist nun so gut wie weg und er wieder fit dabei. Auf Stelzen rast er herum, wobei sein Rasen gemütlicher ausfällt, als jenes unserer U2.
19. Woche (27.05. - 02.06.04)
Schlawiner läuft und steigt unverändert. Kein Vergleich zu vor 6
Monaten, als das Schmerzmittel nicht mehr wirkte, er oft nur noch gesträubt
in der Ecke saß. Jetzt rennt er herum, legt sogar kurze Sprintstrecken ein
und alles ohne Schmerzmittel. Einzig Zeel, das organische Präparat, um die
Arthrose zu verlangsamen, muss er nehmen.
Schlawiner ist nun 6,5 Jahre alt und plagt sich seit 1,5 Jahren mit der
Arthrose herum, die ist durch die Akupunktur aber keine schlimme Plage mehr
(trotz Gewichtszunahme wegen Frühlingswiesengier).
20. Woche (03.06. - 09.06.04)
Sein Laufverhalten ist unverändert. Sein Allgemeinzustand ist okay, obwohl die Wärme ihm zusetzt. Die Krusten an seinen Augen verschwinden leider nicht völlig, ein Rest scheint dauerhaft bleiben zu wollen. Aber Schlawiner sieht fit und zufrieden aus, ist gut unterwegs und pennt am Kühlakku.
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21. Woche (10.06. - 16.06.04)
Wenn doch alles so gut klappen würde wie das Laufen. Mittlerweile rennt
er vor mir weg, wobei er beide Knie gut nutzt, was ihm aber wenig nützt,
denn ich kriege ihn dennoch. Scheinbar löst bei ihm derzeit jedes Stück
Gemüse Blähungen aus. Er schaut tapfer in die Welt, wenn es im Bauch wieder
gluckert, wehrt sich kräftig gegen den Blähungslöser Sab Simplex und
rast eben davon, wenn es geht.
Er steigt weiterhin auf Steine bis 7,5 cm Höhe, macht Männchen und weist
den manchmal zudringlichen Knilch Rotte Wumm in die Grenzen. Bei Möhrwin gibt
er eher Fersengeld bzw. bringt seinen Poppes schnell in Sicherheit. Bei seinen
Drehungen schleift er das linke Hinterbein jedoch ein bisschen mit, nutzt es
weniger kraftvoll.
22. Woche (17.06. - 23.06.04)
Unsere Duracell schläft viel, schaut insgesamt jedoch munter in die Welt, die er durchwackelt. Demnächst wird rein rechnerisch gesehen wieder eine Akupunktur fällig. Ich warte darauf, dass Schlawiner Bescheid gibt, wann ich den Termin machen soll. Bisher läuft er gut, äußert eher selten Schmerzlaute beim Putzen, steigt, sozialgerangelt in seiner Gruppe mit, bettelt - alles im grünen Bereich also 7 Wochen nach der letzten Akupunktur-Anwendung.
23. Woche (24.06. - 30.06.04)
Schlawiner hoppelt und läuft in ausgeglichenem Verhältnis.
Leider haben wir Milben in der Gruppe. Wegen der vom Schmerzmittel
angegriffenen Nieren, welches er vor der Akupunktur ja über ein
Jahr lang erhielt, lassen wir Schlawiner nicht dagegen spritzen,
sondern ihn "pour on" behandeln (Gift auf die Haut geben).
Ansonsten ist Schlawiner fit.
03.07.04
Leider ist die Milbenbehanldung nicht möglich. Da Schlawiner einen seltsamen
Geruch verbreitet, wurde er genauer untersucht. Alles weist auf eine Entzündung
im Bereich der Nieren hin. Er erhält jetzt eine Antibiose für 7 Tage.
Zum Glück ist der Milbenbefall bei ihm nicht so krass. Laufen und Hoppeln,
die Arthrose ist nicht akut. Wir könnten ein paar gedrückte
Daumen brauchen.
24. Woche (01.07. - 07.07.04)
Schlawiner riecht nicht mehr so seltsam. Wir hoffen, die Entzündung ist weg und kommt nicht wieder. Das Antibiotikum erhält er noch bis Freitag. Frühestens in einer Woche wird es dann sinnvoll, eine weitere Urinprobe beim TA abzuliefern. Danke fürs Daumendrücken, noch ein bisschen weiter wäre schön.
Zum Laufen nutzt er beide Hinterbeine, allerdings sowohl beim liegenden Ausruhen als auch mitten im Futter sitzend stellt er das linke Bein in ungewohnte Positionen. Manchmal sieht es so aus, als ob er vergessen hätte, das Bein noch nachzuziehen, bevor er mit dem Ausruhen/ Fressen begann. Da er sich tastempfindlich am Knie zeigt, erhält er für ein bis drei Tage nun 1/4 Tabl. Traumeel. Ansonsten latscht er weiterhin herum, kommt auch auf PVC flott voran. Wenn Möhrwin hinter ihm her ist oder ein Leckerli voraus, kann er ziemliches Tempo entwickeln.
25. Woche (08.07. - 14.07.04)

Schlawiner ist seit vier Tagen gebläht, was nun langsam besser wird. Die Blähungen behinderten freilich sein Bewegungsvergnügen und -bedürfnis. Mittlerweile rennt und latscht Schlawiner wieder herum. Lautstark redet er mit uns, wenn wir ihn auf den Arm holen. Die Frage ist, was will er damit sagen? Beschwerde wegen der Heudiät? Die Entzündung in den Kniegelenken ist zurück gegangen, aber das Wetter macht ihm wohl zu schaffen.
Die Krusten an seinen Augen sind seit der Antibiose weg. Es ist also anzunehmen, dass diese die gesamte Zeit von einer Entzündung herrührten, die von uns nicht erkannt wurde, zumal Ohren und Augen zu Beginn der Krustenbildung behandelt wurden.
26. Woche (15.07. - 21.07.04)
Schreck lass nach! Schlawiner behauptete drei Tage lang, sein linkes Knie
wäre steif. Da er bei Gymnastik nicht mitarbeitete, überließen
wir ihn seinem eigenen Training. Bisher war er damit erfolgreich und *seufz* ist es
immer noch. *grins* So ein Schlawiner aber auch.
Er läuft wenig in letzter Zeit, womöglich weil er alles hat außer
Ärger. Wenn er jedoch Stress mit Chef Möhrwin bekommt, dann rast er davon.
Ein bisschen steif, wirkt er aber dennoch, auch wenn wir sahen, dass das Beugen noch
geht.
27. Woche (22.07. - 28.07.04)
Steine ersteigen, Rampen erklimmen, ausdauerndes Stehen auf den Hinterbeinen zur
Erlangung von Gurkenscheiben, Erbsenflocken und Zuwendung. Schlawiner ist die Wucht.
Im neuen Gehege (anschauen) gestaltete ich eine Rampe
so flach, dass ich hoffte, er würde die Ebenen wechseln. Er tut dies und mehr.
Er steigt auf einen Stein, weil er anders den Salatball nicht erreichen könnte
und ist insgesamt wesentlich lauffreudiger derzeit als sein Kumpel Möhrwin.
In zwei Wochen hat er seine nächste Akkupunktur. Das eine Globuli Lycopodium
pro Woche für die Konstitution erhält er nun nicht mehr, das halbe Jahr
ist um. Seine Medikation besteht ausschließlich aus 1/5 Tabl. Zeel täglich,
die das Fortschreiten der Arthrose verlangsamen soll,
(und der FlutAid gegen Blasensteinbildung).
28. Woche (29.07. - 04.08.04)
Fit und aktiv, aber leider hoppelt er mehr als er läuft. Auf PVC versteift er das linke Bein soweit, dass es mitrutscht, während er mit den Vorderpfoten Tempo macht und mit dem rechten Hinterbein in den Kurven nachsteuert. Beim Putzen äußert er erneut vermehrt Schmerzen. Doch wer mitrechnen möchte, Schlawiner erhielt seine letzte Akupunktur vor genau 3 Monaten (5.5.04) und dieses lange Vorhalten eines Großteils der Wirkung finde ich erstaunlich.
29. Woche (05.08. - 11.08.04)
Schlawiner hoppelt überwiegend, läuft aber auch. Er ist gut unterwegs, steigt, läuft die schiefe Ebene hinauf. Insgesamt wirkt er etwas steif.
8. Akupunktur (11.08.04)
Nach anfänglicher Unruhe genießt Schlawiner die Behandlung.
Sein Blick richtet sich nach innen. Neben den Knien werden vor allem die
Nieren und die Blase gestärkt/ behandelt.
Daheim legt er ein kleines Nickerchen ein, um am Abend dann das PVC nicht mit seiner
eigenen Technik (Zieh-Rutsch-Steuer-aus) zu überwinden, sondern er läuft
wieder und läuft und läuft. Manchmal merke ich erst nach der Akupunktur,
dass er fiter sein kann, als er es zuvor war. Als ob nicht nur die Knie anschließend
besser funktionieren, sondern dass ganze Tier eine Ladung Energie verpasst bekommen hat.
Außerdem wirkt er zufriedener.
30. Woche (12.08. - 18.08.04)
Duracell Schlawiner. Er läuft und läuft und frisst und pennt und läuft und steigt statt zu hoppeln. Naja und je oller desto doller oder Übermut tut selten gut: Er legte sich mit Chefbock Möhrwin an, kämpfte, kugelte beinah sogar mit ihm durchs Gehege, war jedoch letztendlich unterlegen. Will Schlawiner im Alter plötzlich Chefschwein werden oder hatte Möhrwin gewagt, Schlawiner etwas wegzufressen? Den Grund bekam ich nicht mit, aber der Kampf allein ist ein Zeichen für Fitness, sonst hätte Schlawiner sich eher unterworfen.
31. Woche (19.08. - 25.08.04)
Es geht Schlawiner sehr schlecht. Ein Eiterherd irgendwo im Kieferbereich behindert
ihn schmerzhaft. Abgemagert mit wachen Augen sitzt er herum, geht ein paar Schritte,
sucht Futter, probiert Futter und geht wieder ein paar Schritte zum Haus zurück.
Das Laufen klappt, er wollte sogar von der unteren Ebene 12,5 cm hoch springen/ klettern,
was er dann nicht ganz schaffte, wobei er aber erstaunlich weit kam. Er war auf der
Flucht vor dem Päppelbrei. Brei war schon für den gesunden Schlawiner beim
Restefressen von anderen Kranktieren unter seiner Würde. *schiefgrins*
Am 03.09.2004 starb Schlawiner vom Salatbeet, dem wir diese Erfahrungen verdanken im Alter von 6 Jahren und 9 Monaten.
© Novella Calow