Ganz-Halbheitlich
Was wird eigentlich behandelt? Eine Krankheit? Überall erfahren wir Menschen, wir sollen eine Einheit aus Körper, Seele und Geist sein. Also wird doch keine Krankheit behandelt? Symptome erkennen wir durch Hinsehen. Ursachen körperlicher Art haben wir zum Teil erforscht. Zum Teil haben wir auch schon herausgefunden, welche seelischen Ursachen körperliche Erkrankungen haben können und wie verflochten Symptome manchmal miteinander sind. So können Gelenkschmerzen von kranken Zähnen ausgelöst werden.

Was muss beim Meerschweinchen behandelt werden? Wo kann man ansetzen und wie geht es weiter?
Der ganzheitliche Ansatz betrachtet Erkrankungen
als Störungen der Gesamtheit des Lebewesens, Körper und Geist. Es wird die
Lebenssituation in die Diagnostik und Behandlung mit einbezogen. Geht das
beim Meerschweinchen? Ja, aber es bedeutet Aufwand. Man muss hinsehen, beobachten,
sein Tier kennen. Wie frisst es? Ist ein gieriger Schlinger oder ein stiller
Genießer? Wie bewegt es sich? Ist es ein fröhlicher Hüpfer oder eher der
gemütliche Kissenlieger? ... Wozu die Fragen? Um die richtige
Unterstützung zu finden.
Ein schüchterner Junge benötigt eine Ermunterung, ein kleiner Draufgänger braucht
eher die Ermunterung sich auch mal zurückzuhalten.
Wir haben zwar nicht gerade ein schüchternes Immunsystem, sind aber
Körper und Geist. Daher kann über eine
Typisierung die passende Unterstützung der Selbstheilungskräfte
gefunden werden.
Ein weiterer sehr interessanter Ansatz ist die Homotoxikologie,
die Betrachtung wie sich die Körperabwehr gestaltet.
Dr. H-H. Reckeweg, ein Homöopath, stellte mit der Homotoxikologie
sechs Phasen vor, wobei die Verschiebung von Krankheiten je nach Stadium
in diese Lehre eingeflossen sind.
Die Homotoxikologie als Lehre der schädlichen Substanzen bezieht sich nicht nur
auf chemische Gifte. Es zählen zu den Giftstoffen auch Krankheitserreger und deren
Stoffwechselprodukte, aber z.B. auch Stress, denn dann werden bestimmte Hormone stärker
produziert. Wir alle kennen Muskelkater, wenn die Muskeln durch Anstrengung übersäuert
wurden.
Ganz vereinfacht dargestellt: In der ersten Phase versucht der Körper sich der Gifte zu entledigen (Ausscheidung). Scheitert dies, kommt es in einer zweiten Phase zu entzündlichen Prozessen, die den Stoffwechsel an diesen Stellen beschleunigen, um die Gifte doch noch los zu werden. Hilft auch dies nicht, werden die Gifte ins Gewebe eingelagert und wirken von dort aus auf den Organismus. In der vierten Phase versucht der Körper die betroffenen (vergifteten) Zellen zu isolieren, so dass sie im Stoffwechsel behindert sind, das Gift sich nicht weiter verbreitet. Dadurch können aber auch die Stoffwechselprodukte (sozusagen auch der Zell-Kot) nicht mehr richtig abtransportiert werden. In der fünften Phase finden nun Funktionseinschränkungen statt, auch Veränderungen des Aussehens oder des Zusammenhalts der betroffenen Körperregion. Letztlich entsteht so entartetes Gewebe, man sieht nicht mehr, wozu es mal da war. So was bezeichnet man allgemein auch als tumoröse Veränderungen.
Allerdings beschreibt diese Phaseneinteilung nicht allein Krebs, sondern eine Entwicklung, die z.B. durch eine Blasenentzündung ausgelöst werden kann. Die Konsequenz wäre oder ist, dass Blasengries, der zur Reizung der Blase führt, die Ursache für Blasenkrebs sein kann. Je früher der Tierarzt aufgesucht wird, desto unkomplizierter und sicher auch kostengünstiger ist die Behandlung. Oder meint ihr, eine Tumor-OP ist unkomplizierter als eine Kur gegen Entzündung oder Diät?
Novella Calow