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Meerschweinchen sind gute Schauspieler. Oft merkt man daher erst spät, dass sie überhaupt krank sind. Um so wichtiger ist die tägliche Beschäftigung mit den Tieren. Einige deutliche Anzeichen möchte ich hier auflisten. Im Verdachtsfall gilt : Lieber einmal zu oft zum Tierarzt als einmal zu wenig, lieber früher als zu spät. |
Inhalt:(Homepage deutscher Tierärzteverband) |

Informationen zu verschiedenen Erkrankungen werden wegen des Umfangs gesondert auf der Seite Krankheiten angeboten.
| Fressen | vermehrtes Trinken, deutlich abnehmender Verzehr von Rauhfutter, Futterverweigerung, Haarefressen (Mangelerscheinung oder lange Weile möglich) |
Gewichtsabnahme |
mehr als 50g in einer Woche |
| Nackenfell | gesträubt = Unwohlsein |
Bauch |
gebläht, aufgezogen, hart, berührungsempfindlich |
Piseln |
Schmerzlaute gegen Ende des Harnabsatzes, veränderte Harnfarbe (einige Futterpflanzen färben den Urin - Beisp. rote Beete) |
Fell |
kahle Stellen, schuppige und kahle Stellen, weißer Film, |
Ohren |
Grind drauf, verschmutzt |
Mäulchen |
Lippengrind, Mäulchen kann nicht geschlossen werden |
Augen, Nase |
verklebt, Ausfluss |
Verhalten |
Rückzug, häufiges Zähneknirschen (Schmerzen?), plötzliche Aggressivität gegen Artgenossen, häufiges Kratzen, Hyperaktivität |
Bewegung |
Humpeln, eckige Gangart, Schiefhalten des Kopfes |
Kot |
breiig, flüssig (sofort zum Tierarzt!!!), stinkend |
Wunden |
sichtbare Entzündungen der Haut, Geschlechtsteile, Sinnesorgane, Pfotenballen |
Temperatur |
das Schwein fühlt sich kalt an oder heißer als sonst |
sonstige Veränderungen |
fühlbare Knoten oder Verhärtungen in der Haut, in den Zitzen |
![]() Vorher Meerschweinchen brauchen nicht nüchtern zur OP abgeliefert werden. Da sie nicht erbrechen können, entsteht keine Erstickungsgefahr durch den Mageninhalt. Meerschweinchen sind Narkose-Risiko-Patienten Nummer 1, da ihr Kreislauf sehr anfällig reagiert und sollten sogar gut futtern vorher. Allgemein heißt es, dass sie ab 6 Stunden vor der OP jedoch nur noch Heu und Wasser bekommen und kein Frischfutter. |
Nachher Bevor man das Meerschweinchen wieder abholt, muss es bereits wach sein, gefuttert und geköttelt haben. Wegen des hohen Risikos darf kein noch schlafendes Tier mit nach Hause genommen werden. Tiere mit OP-Wunden setzt man auf Tücher. Viele müssen vorerst isoliert werden, damit die anderen Rudelmitglieder nicht an der Wunde zu nagen beginnen. Nach ein bis zwei Tagen setze ich die Tiere wieder zueinander in ein präpariertes Gehege (siehe Foto). Ich fülle Leinenbettbezüge mit Einstreu und lege diese im Gehege aus. In die Häuser und auf alle anderen Schlafplätze kommen Hanfmatten, da die Bettbezüge Nässe aufsaugen und schlecht trocknen. Nach ca 2 Tagen wende ich deswegen auch die Bettbezüge bzw. erneuere sie. Vor dem Waschen werden die Bezüge gründlich ab und ausgesaugt. Diese Mehrarbeit lohnt sich, da das operierte Tier nicht allein bleiben muss und sich in Gesellschaft, meiner Ansicht nach, schneller wieder erholt. Das frisch operierte Tier darf keinem Stress ausgesetzt werden. Ein neues Tier kann in dieser Zeit nicht hinzu kommen und die Rangordnung des bestehenden Bestandes muss bereits vorher geklärt sein. Neues sollte allgemein warten, bis der Patient wieder fit ist. |
Mehr Infos zur
Narkose und ausführliches zu den einzelnen Krankheiten findet ihr bei Frau
Meier -hinter der sich ein meerschweinchenliebender Tierarzt verbirgt.
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| Nur wenige Meerschweinchen lassen ihre OP-Wunden in Ruhe. Meist treten die Probleme auf, dass das operierte Tier selbst oder ein Rudelmitglied die Fäden entfernt. Letzteres müsste dann vom operierten Tier separiert werden. |
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| Verbände, wie Max hier einen trägt, nützen nicht viel, da die Tiere sie sehr schnell ausziehen. Wenn bekannt ist, dass das Tier Narben nicht in Ruhe lässt, kann man auf die frisch rasierte Narbe Wundpflaster kleben. Sollte jedoch damit rechnen, dass auch dieses entfernt wird. |
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| Manchmal hilft es, wenn statt Fäden Hautkleber zum Verschließen der Wunden Verwendung findet. Ansonsten bleibt einem nur häufiges Kontrollieren und den Tierarzt aufsuchen, wenn die Narbe sich öffnet. Bei der Verwendung von Kragen muss die Haut darunter täglich kontrolliert werden. Durch das Hautklima unter dem Trichter ist es bereits häufiger vorgekommen, dass Tiere anschließend völlig verpilzt waren, die Haut sich löste und große, stark juckende Wunden entstanden. |
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Die Böller in Tee einweichen bis sie breiig sind. Überschüssige Flüssigkeit abschütten und die anderen Zutaten unterrühren. Von Insulin-Spritzen ohne Nadeln, die Plastikspitze abschneiden, die scharfen Kanten mit Küchenmesser oder Nagelfeile entfernen, Breichen einfüllen und ab damit ins Schwein. Wenn das Tier noch alleine fressen mag, aber z.B. durch Zahnfehlstellung, gerade erst erfolgtes Zahnkürzen Schwierigkeiten mit fester Nahrung hat, kann man das Breichen im Napf anbieten. |
Bei Zwangsernährung sollten 6 ml alle 2 Stunden im Schweinchen landen, manche Tierärzte sprechen von 1 ml, nur reicht dies nicht fürs Überleben. Bei maximal 18 ml sollte der Halter die Mahlzeit beenden. (Beides sind Richtwerte, da es auch auf den Brei ankommt und viele andere Faktoren.) Beim Zufüttern je nach Krankheitsstand soviel das Schweinchen mag oder nur wenige ml zum Abgewöhnen, zur Gewichtszunahme.
Wir überbrühten gehackte Kräuter z.B. Dill und nutzten den Sud zur Zubereitung von Brei aber auch als Getränk für den Kranken. Da Meerschweinchen ihr Heu in der Regel gern mögen, haben wir auch daraus schon Tee bereitet. Eine Flüssigkeit, die richtig weggeschlürft wurde. Je nach Leibspeise des Meerschweinchens lässt sich auch immer etwas machen.
Critical Care von Oxbow ist ein Päppelbrei, den es speziell für Nager gibt. Man kann ihn nur über den Tierarzt bekommen.
Es gibt Meerschweinchen, die saugen einem diesen stark nach Anis riechenden Brei aus der Spritze, in andere Tiere bekommt man es nur mit sanfter Gewalt hinein. Der Brei ist als alleiniges Futter in schwerer Zeit geeignet, regt den Darm an und gibt viel Energie, Vitamine. Dadurch wird die Tiergesundheit in Rekonvalenzphasen unterstützt. Gesunden Tieren sollte man CC nicht geben.
Inhalt: 16 Prozent Rohprotein, 3 Prozent Rohfett, 23 Prozent Rohfaser, 5,7 Prozent Rohasche, 0,6 Prozent Calzium, 0,3 Prozent Phosphor, Vitaminzusätze
RodiCare instant ist ein Päppelbrei von alfavet, speziell zur Ernährung von "fressverhinderten" Pflanzenfressern. Der Brei ist als alleiniges Futter geeignet, regt die Verdauung an, gibt Energie, versorgt die Tiere mit Vitaminen (hoher Vit. C-Gehalt). Durch den Kräutermix macht er Lust auf mehr. Hier findet sich eher ein Fenchelgeruch.
Inhalt: 16,8% Rohprotein, 4,7% Rohfett, 21,5% Rohfaser, 8,1% Rohasche, 1,0% Calcium, 0,4% Phosphor
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