Tierarzt

Im Krankheitsfall ist schnelle Hilfe oft nötig. Deswegen erkundigt man sich schon bei der Anschaffung nach einem geeigneten Tierarzt. Viele Tierärzte kennen sich sehr gut mit Hunden und Katzen aus, haben jedoch keine Ahnung von Nagetieren, speziell Rennmäusen. Andere Rennmaushalter können ihnen bei der Auswahl behilflich sein. Sind sie Mitglied einer Rennmaus-Mailingliste (gibt es bei Yahoo in den Groups), fragen sie dort. Einige Mailinggroups führen Positiv-Listen für Tierärzte.

Der Transport

Der Transport erfolgt in einem kleineren Gitterkäfig, in den man das Nest aus dem Rennerheim legt sowie Kotproben. Zusätzliche Wärme bekommen die Mäuse, in dem man den Käfig in einen passenden Karton stellt, auf dessen Boden eine Wärmflasche liegt. Der Karton wird die Mäuse gleichzeitig vor Zugluft schützen und einen Teil des Stresses durch die unbekannte Umgebung abhalten. Man sollte ihn jedoch nicht vollständig schließen oder wenn, dann unbedingt Luftschlitze anbringen. Ein bisschen Futter (Trockenfutter und Frisches zwecks Wasseraufnahme) stellt man den Mäusen zur Verfügung.
Vorbereiten sollte man sich auf Fragen zur Haltung, Fütterung, zur Verhaltensänderung, Alter und Kontakt zu anderen Haustieren.


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Wegweiser


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allgemein
kranke Tiere sollten bei einer Temperatur von 25°C und mit weichem Nistmaterial untergebracht werden
Verletzungen
streitende Tiere trennen. Die verletzte Rennmaus entweder auf sauberer Einstreu oder auf Handtüchern halten (der Stoff darf keine Fäden ziehen). Kleinere Wunden heilen sehr schnell. Große oder entzündete Wunden sowie offene Knochebrüche vom Tierarzt behandeln lassen.
Hautkrankheiten
bakterielle Entzündungen von Augen, Ohren, Nase, geschwollene Pfötchen und auch Pilzerkrankungen werden vom Tierarzt behandelt. Vermeiden Sie Kontakt mit den Pilzsporen, eine Übertragung auf den Menschen ist möglich.
Das Rennmausheim muss desinfiziert werden.
Parasiten
Häufiges Kratzen und Verkrustungen im Fell sind ein deutliches Zeichen für das Vorhandensein von Parasiten. Milben, Haarlinge und Läuse können durch Futter oder fremde Tiere eingeschleppt werden. Der Käfig muss desinfiziert werden, auch alle Einrichtungsgegenstände. Der Weg zum Tierarzt bleibt einem nicht erspart.
Erkältung
Zugluft, Feuchtigkeit und auch Hitzestress können zu Erkältungen führen. Rotlicht, welches nur einen Teil des Rennmausheims beleuchtet, so dass die Tiere ausweichen können, bekommt ihnen nun gut. Vitaminreiches Futter (Paprika enthält sehr viel Vit.C) unterstütz den Heilungsprozess. Hat die Maus jedoch starke Atembeschwerden, sofort den Tierarzt aufsuchen.
Druchfall
Das kann eine vorübergehende Verdauungsstörung sein ausgelöst durch einen Fütterungsfehler, aber auch ein ernstes Zeichen für eine Infektion. Vorsorglich trennt man die Maus von den anderen und bietet ihr nur noch Trockenfutter an. Allerdings die Wasserflasche nicht vergessen, sie kann man mit Schwarzem Tee oder einer Elektrolyt-Lösung vom Tierarzt füllen. Bessert sich der Zustand nicht, muss der Tierarzt aufgesucht werden.
Tyzzer-Seuche
Apathie und schneller körperlicher Verfall weisen darauf hin. Es ist die gefährlichste Rennmauskrankheit, die durch bakterielle Erreger übertragen wird. Die Maus kann den Erreger in sich tragen, ohne zu erkranken. Unter Stress bricht die Krankheit aus. Hier hilft nur der Tierarzt.
Würmer
Abmagerung ohne sichtbaren Grund. Wurmeier können über eine Kotprobe vom Tierarzt nachgewiesen werden. Einschleppen kann man sie sich über schlechtes Futter. Es gibt ein Medikament dagegen.
Krampfanfälle
Zuckungen, unkoordinierte Bewegung. Manche Züchtungen sind anfällig für Epilepsie. Man sorgt dafür, dass die Maus Ruhe hat, keinem unnötigen Stress ausgesetzt ist. Ein Mineralienstein sollte im Käfig nicht fehlen, da epileptische Mäuse einen erhöhten Magnesiumbedarf haben. Die Ebenen versieht man mit Geländern, damit die Unfallgefahr nicht so hoch ist. Ansonsten kann man nicht viel mehr machen, als ihr ein schönes Leben bieten.
Schlaganfall
halbseitige Lähmung durch Schlaganfall kommt bei älteren Tieren vor. Die Maus sollte es warm und bequem haben. Viele Renner überleben einen Schlaganfall nicht, andere erholen sich vollständig und gewinnen ihre Bewegungsfähigkeit zurück. Futter und Trinkflasche bringt man in der Nähe des Lieblingsplatzes dieser Maus an.
Tumoren
Abmagerung, Knoten und Geschwülste, die sicht- oder tastbar sind, gelegentlich Rückbildung des äußeren Ohres bei Hirntumoren, dann auch Koordinationsschwierigkeiten. Einige können operativ entfernt werden, gerade Tumoren der Duftdrüse am Bauch sind sehr gut operabel, aber andere lassen sich nicht entfernen. Dann muss die Maus oft eingeschläfert werden, um ihr Schmerzen und Leiden zu ersparen.

Wenn die Maus krank wird

Wichtig ist, dass Stress vermieden wird. Stress ist wohl für jedes Lebewesen ein entscheidender Faktor und macht krankheitsanfällig. Ein abwechslungsreicher Käfig hilft gegen lange Weile und fördert den Spass am Leben. Und wenn man die Ruhepausen der Renner nicht ständig stört, fördern auch diese ihre Widerstandsfähigkeit.
Des weiteren vertragen Rennmäuse kein feuchtes Ambiente. Deswegen sollte feuchte Einstreu immer sofort entfernt werden. Der Käfig muss auch gut belüftet sein, ohne dass er in Zugluft steht. Steht der Käfig in der Küche, machen sie bitte Deckel auf die Töpfe, damit nicht gar zu viel Kochdunst entsteht und die Luftfeuchtigkeit extrem steigt.
Gesunde Ernährung ist natürlich ebenso eine Voraussetzung für ein langes, glückliches Rennmausleben. Vermeiden Sie grundlegende Futterumstellungen. Ist sie jedoch notwendig, dann führen sie sie nach und nach durch. Geben sie vom alten Futter immer weniger vom neuen Futter immer mehr.

Kranheitszeichen

Die tägliche Beschäftigung mit den Tieren wird ihnen schnell zeigen, welches Verhalten sie erwarten können, wenn es den Rennern gut geht. Kleine Veränderungen im Verhalten und Aussehen sind bereits ernste Zeichen. In der Natur werden kranke Rennmäuse von ihren Artgenossen aufgefressen. Daher zeigen sie möglichst nicht, wenn es ihnen schlecht geht. Aber keine Sorge, domestizierte Renner fressen sich nicht gegenseitig. Im Gegenteil, wir durften beobachten, wie sich unsere gesunden Tiere um kranke kümmerten. Als Ups sich nicht mehr richtig putzen konnte, übernahm Drummer seine Fellpflege. Und als Faulpelz im Sterben lag, beschützten die anderen beiden ihn vor mir.

Allgemeine Warnzeichen sind:
Trägheit, struppiges Fell, gekrümmter Rücken, verklebte Augen, Appetitlosigkeit
Außerdem: Rötung oder Schleimabsonderung an Augen, Nase, verschmierte Afterregion (Durchfall?), kahle Stellen, Verkrustungen, Schorf, Beulen unter der Haut, blutige Ohren oder Gehörgänge, Zahnkontrolle (Kann die Maus das Mäulchen gut schließen, kann die Maus hartes zernagen) und schließlich das Gewicht. Eine ausgewachsene Rennmaus wiegt im Schnitt zwischen 80 und 100g.
Wenn Sie den Verdacht haben, dass eine Rennmaus krank oder verletzt ist, nehmen sie sie heraus. Halten sie die Maus in der hohlen Hand oder fassen sie mit Daumen und Zeigefinger ihr Nackenfell während sie ihren Körper in die Handfläche betten. So können sie die Maus rundherum betrachten.

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