Die Salatgurke

Dieser Text ist den Schülern gewidmet, die ab und zu hier doch tatsächlich nach Infos zu Salatgurken statt nach deren natürlichen Feinden suchen.


Die Gurke (Cucumis sativus) ist eine Art aus der Familie der Kürbisgewächse. Sie rankt sich in luftige Höhen, wenn man ihr eine Kletterhilfe gibt und kriecht über den Boden, wenn man dies nicht tut. Sie blüht in kleinen gelben Blüten und entwickelt dann rasch fleischige Früchte, eigentlich Beerenfrüchte genannt. Dennoch sind sie meist eher walzenförmig geformt mit verjüngtem Ende und ein klitzekleinesbisschen geriefter Schale. Die Gurkenpflanze entwickelt männliche Blüten, die für die Bestäubung der weiblichen Blüten (am Fruchtansatz erkennbar) sorgen. Nach der Bestäubung entwickelt die weiblich Blüte Samen und auch Bitterstoffe. Da diese Früchte dann nicht mehr essbar sind (viel zu bitter), wurden Gurken ohne männliche Blüten gezüchtet. Bei älteren Sorten bricht der Gärtner die männlichen Blüten heraus.

Gurken kennen wir in unseren Breiten bereits seit dem Mittelalter, aber sie brauchen Zuwendung, vor allem Wärme. Der Überlieferung nach haben bereits die Römer die Gurke unter Glas gezüchtet, die ersten Gurkengewächshäuser gab es in England. Mittlerweile wird die Salatgurke in vielen (über 100) Unterarten weltweit angebaut, leider überwiegend in Gewächshäusern, wie gesagt, sie braucht Wärme. Aber ich selbst habe sie bereits im Garten wachsen sehen, kleine leckere Beerenfrüchte. Es gibt also durchaus etwas robustere Freilandsorten, aber Frost überlebt keine einzige Art.

Die Gurke ist auch noch gesund, Sie fördert die Durchblutung der Haut und wirkt harnsäurelösend. Dass sie wassertreibend ist, kann man sich sicher vorstellen, sie besteht zu 97 Prozent aus Wasser. Außerdem enthält sie so wichtige Sachen wie Kalium, Calcium, Phosphor und sogar Eisen sowie Vitamine und Mineralstoffe.

Gurken kann man übrigens auch essen. Roh und einfach abbeißen oder gehobelt als Salat in Kombination mit anderen Arten von Lebensmitteln worunter auch Kräuter zählen. Und irgendwo habe ich mal gelesen, dass man die Gurke auch als Schmorgemüse essen kann. Als Füllung für Klöße hingegen eignet sie sich nicht. (Ich habs probiert, ich weiß das.)

Anbauländer mit Massenproduktion in unserem schönen Europa: Niederlande, Deutschand und Länder in der Mittelmeerregion, Griechenland, Spanien.