Schwerpunkte der Lagerung:
Die Lagerung kann in Schraubverschlussgläsern, in Stoffbeuteln oder gut verschließbaren Kartons erfolgen. Es sollte immer darauf geachtet werden, dass sie dunkel aufbewahrt bleiben. Bei den Lagerkontrollen riecht man hinein. Falls es muffig ist, wegwerfen. Denn dann war der Feuchtigkeitsgehalt noch zu hoch.
Bei Tieren verwendet man meist die getrockneten Pflanzen, die ohne weitere Aufbereitung als Heu verfüttert werden.
Will man den Sud verwenden, zerkleinert man die getrockneten Pflanzen, damit die Wirkstoffe beim Übergießen mit kochendem
Wasser besser austreten können. Die einfachste Grobzerkleinerung ist das Zerreißen, auch die Kräuterwiege aus der Küche kann
hier wertvolle Hilfe leisten.
Das Mischen muss ich ja nicht erklären. Destillation, Konzentrationssteigerung, Isolation
u.ä. überlässt man dann lieber den Pharmazeutikern und bezieht diese Kräutermedikamente dann über Tierarzt/-heilpraktiker oder
Apotheke.
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Wegweiser

Zum Sammeln von Arzneikräutern sind Sachkenntnis und Erfahrung erforderlich. Man muss die Pflanzen,
die man sammeln möchte, genau kennen, um sie nicht zu verwechseln. Information ist hier unvermeidbar.
Weiterhin entscheidend ist die Sammelzeit, d.h. wenn die einzelnen Pflanzen den höchsten Wirkstoffgehalt haben.
Auch die Tageszeit spielt eine Rolle. Das Sammelgut darf in keinem Fall nass sein, also kein Regen und auch kein Morgentau.
Alle gesammelten Pflanzenteile sollten locker in luftdurchlässigen Behältern befördert und bald zum Trocknen ausgelegt werden.
Sammeln nicht auf Kosten der Natur! Die Pflanzenbestände dürfen keinen Schaden nehmen, d.h. Pflanzen nicht völlig entblättern,
nicht die Wurzel herausreißen, wenn diese nicht gesammelt werden sollen und einzeln stehende Pflanzen nicht verwenden. Bei Gartenpflanzen
den Verschnitt nicht auf den Kompost, sondern in den Sammelkorb.
Traditionell: Man pflückt die Kräuter mit Stengeln und bindet sie zu Sträusschen,
welche man kopfüber an einen warmen, luftigen Platz hängt. Nach dem Trocknen werden die Blätter
zum Lagern abgestreift.
auf dem Schrank: Die Blätter werden von der Pflanze abgestreift und in einer Schicht auf
Küchenpapier ausgelegt. An einem warmen, luftigen Platz, ohne direkte Sonne können sie dann
trocknen.
Backofen: Der Backofen wird auf die niedrigste Stufe eingestellt. Regelmässiges Kontrollieren
verhindert das Verbrennen der Blätter.
modern in der Mikrowelle: Eine Schichte Blätter auf Backpapier ausbreiten und für eine
Minute in die Mikrowelle (höchste Stufe). Anschließend werden die Blätter gewendet und noch
einmal für ein bis zwei Minuten behandelt.
Blüten und Früchte trocknet man auf einem Rost, damit die Luft von allen Seiten heran kann
oder man hängt sie in Sträusschen gebunden an einen luftig-warmen Ort ohne direkte Sonne.
Samen: Die Samenkapsel entfernt man von der Pflanze, wenn sie braun wird. Die
Kapseln kann man in Papiertüten füllen, die trockenen Samen fallen dann auf den Tütenboden.
Konserviert und damit lagerfähig sind Pflanzen, wenn der Wassergehalt weniger als 14% beträgt
(Schimmel entwickelt sich noch bei Nährböden mit 15% Feuchtigkeit).