Eine kleine Biorunde für den Welli

Inhalt:
  • Skelett
  • Federkleid
  • Sinnesorgane
  • Atmung und Kreislauf
  • Verdauung
  • Harnorgane
  • Geschlechtsorgane

    Skelett

    Knochen

    Große Knochen enthalten Hohlräume, in welche Luftsäcke hineinragen. Die Knochen sind äußerst hart und weisen nur eine minimale Elastizität auf. Aus diesem Grund kommt es häufig bei Unfällen zu Splitterbrüchen.

    Schnabel

    Der obere Schnabel ist durch ein extra Gelenk mit dem Kopf verbunden und kann dadurch unabhängig vom unteren Schnabelteil bewegt werden.

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    Federkleid

    Es gibt die Konturfedern und die Daunenfedern. Die Konturfedern haben einen Federkiel, Federschaft und eine Federfahne mit parallel verlaufenden Ästen. Der Teil des Kiels, welcher im Federfollikel sitzt, heißt "Spule". Darin befinden sich Blutgefässe, so dass ein Ausrupfen Schmerzen verursacht.
    Die Erstlingsfedern von Jungvögeln, die nicht gemausert werden, wachsen sich zu den Konturfedern aus. Man bezeichnet diese auch als "Dunen".
    Das Federkleid übernimmt Flug- und Wärmeisolationsaufgaben.

    Mauser

    Während der Mauser ist der Wellensittich ruhiger als sonst. Er muss nun besonders vitamin-, mineralstoff- und eiweißreich ernährt werden. Die Mauser ist ein natürlicher Vorgang der Erneuerung der stark beanspruchten Federn. Allerdings kann sie bei Stress oder nach Erschrecken in krankhafter Form auftreten.

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    Sinnesorgane

    Bei Wellensittichen sind wie bei allen Vögeln vor allem die Augen sehr gut ausgebildet. Sie können auch sehr gut Farben unterscheiden. Wellensittiche sollten nicht in Räumen mit Neonröhrenlicht gehalten werden, da sie das Flackern dieser Röhren (welches in den Impulsen des Wechselstromes begründet liegt und vom Menschen kaum wahrgenommen wird) deutlich sehen.

    Das Gehör ist ebenfalls gut ausgebildet. Der Geschmackssinn ist so fein, dass sie altes, abgestandenes Wasser manchmal nicht anrühren. Das tägliche Erneuern muss Alltag sein.

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    Atmung und Kreislauf

    Wellensittiche besitzen zwei kleine, zapfenförmige Nasenklappen, welche sehr gut durchblutet sind. Eine Reinigung der Nase mit einem spitzen Gegenstand kann daher zu erheblichen Verletzungen und starken Blutungen führen. Die Wachshaut der Nase ist mit Sinneszellen versehen und dient als Tastorgan. Verletzungen sind daher sehr schmerzhaft und es kommt ebenfalls zu starken Blutungen.
    Der Stimmkopf sitzt bei Wellensittichen weit in der Brust, dort wo die Luftröhre sich zu den Bronchien hin aufgabelt. Der Welli hat verschiedene stimmerzeugende Membranen, wodurch er sogar zweistimmig singen kann. Die Bronchien enden nicht in Lunge, sondern haben durch ein offenes Röhrensystem Zugang den Luftsäcken, teilweise reichen sie bis in die Hohlräume der großen Knochen hinein.
    Die ausgewachsenen Vögel besitzen einen Schlüsselbeinluftsack, einen Halsluftsack, jeweils zwei vordere und hintere Brustluftsäcke und zwei Bauchluftsäcke. Beim Ausatmen wird die Luft aus den Säcken zum zweiten Mal durch die Lunge geführt. Durch die Luftsäcke haben Vögel ein wesentlich größeres Luftvolumen, als wenn sie nur durch die Lungen atmen könnten. Die Gefahr ist, dass Staub-, Zigarettenrauch oder andere Luftverschmutzungen, dadurch einen sehr viel größeren Schaden anrichten. Daher ist es sehr wichtig, Wellensittiche weder in der Küche noch in Räumen zu halten, in denen Zigaretten konsumiert werden.
    Bei Hitze beginnen die Vögel zu hecheln, da sie ihre Körpertemperatur nicht über Schweißdrüsen regeln können.

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    Verdauung

    Die Nahrung wird unzerkaut in den Kropf transportiert. Dort findet die Vorverdauung statt mittles Wasser und dem Speicheldrüsensekret.
    Der Magen besteht aus zwei Regionen. Im Drüsenmagen wird die Nahrung aufgespalten und im Muskelmagen wird der Nahrungsbrei mechanisch zerkleinert, dazu ist die Aufnahme von kleinen Steinchen (Grit) nötig. Gritmangel führt zu Mangelerscheinungen und Fehlernährungen.
    Der Transport durch den Darm findet binnen weniger Stunden statt. Die Kotbeschaffenheit variiert mit der Nahrungsaufnahme. Normalerweise setzen die Wellis grünlich-braune Häufchen ab, in deren Mitte der Urin sich weißlich manifestiert.

    Harnorgane

    Die Nieren befinden sich in der Beckenhöhle direkt unter der Wirbelsäule. Der Harnleiter führt in die Kloake.

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    Geschlechtsorgane

    weibliche

    Es ist nur der linke Eierstock ausgebildet. Die reife Eizelle verlässt den Stock und gelang in den Eileiter, wo sie von Spermien befruchtet werden kann. Jedoch auch unbefruchtete Eier werden weiter gebildet. Das Ei wandert durch den Legedarm bis in die Kloake, dies dauert etwa ein bis zwei Tage. Dann wird das Ei gelegt. Da auch unbefruchtete Eier diesen Weg gehen, kommt es vor, dass weibliche Wellensittiche, die nur mit Weibchen gehalten werden, ebenfalls ein Gelege produzieren, meist sehr zur Verwunderung des Halters. Allerdings wird dort natürlich nichts schlüpfen. Gegen eine Lichtquelle gehalten, kann man erkennen, ob die Eier eines Pärchens befruchtet sind. Beim ersten Gelege gibt es sehr oft "leere" Eier bis der Hahn es kann.

    männliche

    Die Hoden befinden sich innerhalb der Bauchhöhle, die zwei Samenleiter führen direkt in die Kloake. Bei der Befruchtung wird die Kloake vorgestülpt und der Samen in die Kloake des Weibchens entleert.

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