Große Knochen enthalten Hohlräume, in welche Luftsäcke hineinragen. Die Knochen sind äußerst hart und weisen nur eine minimale Elastizität auf. Aus diesem Grund kommt es häufig bei Unfällen zu Splitterbrüchen.
Der obere Schnabel ist durch ein extra Gelenk mit dem Kopf verbunden und kann dadurch unabhängig vom unteren Schnabelteil bewegt werden.
SeitenanfangEs gibt die Konturfedern und die Daunenfedern. Die Konturfedern haben einen Federkiel, Federschaft
und eine Federfahne mit parallel verlaufenden Ästen. Der Teil des Kiels, welcher im Federfollikel
sitzt, heißt "Spule". Darin befinden sich Blutgefässe, so dass ein Ausrupfen Schmerzen verursacht.
Die Erstlingsfedern von Jungvögeln, die nicht gemausert werden, wachsen sich zu den Konturfedern
aus. Man bezeichnet diese auch als "Dunen".
Das Federkleid übernimmt Flug- und Wärmeisolationsaufgaben.
Während der Mauser ist der Wellensittich ruhiger als sonst. Er muss nun besonders vitamin-, mineralstoff- und eiweißreich ernährt werden. Die Mauser ist ein natürlicher Vorgang der Erneuerung der stark beanspruchten Federn. Allerdings kann sie bei Stress oder nach Erschrecken in krankhafter Form auftreten.
SeitenanfangBei Wellensittichen sind wie bei allen Vögeln vor allem die Augen sehr gut ausgebildet. Sie
können auch sehr gut Farben unterscheiden. Wellensittiche sollten nicht in Räumen mit Neonröhrenlicht
gehalten werden, da sie das Flackern dieser Röhren (welches in den Impulsen des Wechselstromes
begründet liegt und vom Menschen kaum wahrgenommen wird) deutlich sehen.
Das Gehör ist ebenfalls gut ausgebildet. Der Geschmackssinn ist so fein, dass sie altes, abgestandenes
Wasser manchmal nicht anrühren. Das tägliche Erneuern muss Alltag sein.
Wellensittiche besitzen zwei kleine, zapfenförmige Nasenklappen, welche sehr gut durchblutet
sind. Eine Reinigung der Nase mit einem spitzen Gegenstand kann daher zu erheblichen Verletzungen
und starken Blutungen führen. Die Wachshaut der Nase ist mit Sinneszellen versehen und dient
als Tastorgan. Verletzungen sind daher sehr schmerzhaft und es kommt ebenfalls zu starken Blutungen.
Der Stimmkopf sitzt bei Wellensittichen weit in der Brust, dort wo die Luftröhre sich zu den
Bronchien hin aufgabelt. Der Welli hat verschiedene stimmerzeugende Membranen, wodurch er sogar
zweistimmig singen kann. Die Bronchien enden nicht in Lunge, sondern haben durch ein offenes
Röhrensystem Zugang den Luftsäcken, teilweise reichen sie bis in die Hohlräume der großen Knochen
hinein.
Die ausgewachsenen Vögel besitzen einen Schlüsselbeinluftsack, einen Halsluftsack, jeweils zwei
vordere und hintere Brustluftsäcke und zwei Bauchluftsäcke. Beim Ausatmen wird die Luft aus den
Säcken zum zweiten Mal durch die Lunge geführt. Durch die Luftsäcke haben Vögel ein wesentlich
größeres Luftvolumen, als wenn sie nur durch die Lungen atmen könnten. Die Gefahr ist, dass
Staub-, Zigarettenrauch oder andere Luftverschmutzungen, dadurch einen sehr viel größeren
Schaden anrichten. Daher ist es sehr wichtig, Wellensittiche weder in der Küche noch in Räumen
zu halten, in denen Zigaretten konsumiert werden.
Bei Hitze beginnen die Vögel zu hecheln, da sie ihre Körpertemperatur nicht über Schweißdrüsen
regeln können.
Die Nahrung wird unzerkaut in den Kropf transportiert. Dort findet die Vorverdauung statt mittles
Wasser und dem Speicheldrüsensekret.
Der Magen besteht aus zwei Regionen. Im Drüsenmagen wird die Nahrung aufgespalten und im Muskelmagen
wird der Nahrungsbrei mechanisch zerkleinert, dazu ist die Aufnahme von kleinen Steinchen
(Grit) nötig. Gritmangel führt zu Mangelerscheinungen und Fehlernährungen.
Der Transport durch den Darm findet binnen weniger Stunden statt. Die Kotbeschaffenheit variiert
mit der Nahrungsaufnahme. Normalerweise setzen die Wellis grünlich-braune Häufchen ab, in deren
Mitte der Urin sich weißlich manifestiert.
Die Nieren befinden sich in der Beckenhöhle direkt unter der Wirbelsäule. Der Harnleiter führt in die Kloake.
SeitenanfangEs ist nur der linke Eierstock ausgebildet. Die reife Eizelle verlässt den Stock und gelang in den Eileiter, wo sie von Spermien befruchtet werden kann. Jedoch auch unbefruchtete Eier werden weiter gebildet. Das Ei wandert durch den Legedarm bis in die Kloake, dies dauert etwa ein bis zwei Tage. Dann wird das Ei gelegt. Da auch unbefruchtete Eier diesen Weg gehen, kommt es vor, dass weibliche Wellensittiche, die nur mit Weibchen gehalten werden, ebenfalls ein Gelege produzieren, meist sehr zur Verwunderung des Halters. Allerdings wird dort natürlich nichts schlüpfen. Gegen eine Lichtquelle gehalten, kann man erkennen, ob die Eier eines Pärchens befruchtet sind. Beim ersten Gelege gibt es sehr oft "leere" Eier bis der Hahn es kann.
Die Hoden befinden sich innerhalb der Bauchhöhle, die zwei Samenleiter führen direkt in die Kloake. Bei der Befruchtung wird die Kloake vorgestülpt und der Samen in die Kloake des Weibchens entleert.
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