Möhrwin aus der Schlangengrube [Ω 2006]
- Unglaublichschwein - Träger des Grindi-Gedenkordens in Silber
(Aus der Begründung: "Dea Möhrwin wirt geehrt füa ein außaordentlich tapfares unn widastandsfähiges Lebn, bei dem er imma seine Liebenswüadichkeit, Wüade unn energische Haltung bewahrt hat. Wia werdn ihn imma in besondarem Andenken bewahren und ihn alz Voabilt mit unz tragmuigen. Eure Hilvi Senatssau füa Öffentlichkeitsaabeit")
Name:
Möhrwin
gelebt: geschätzt Okt. 02 - 10.01.2006
Holetag: 01.05.2003
Farbe: schwarz-weiß
Rasse: Glatthaar
Gewicht: 1200g
Geschlecht: männlich + kastriert
Lieblingsfutter: Möhren, Möhren, Löwenzahn
Lieblingsbeschäftigung: fressen
Abneigung: Fremde
Möhrwin war potentielles Schlangenfutter.
Er durfte seine Befreiung erleben, als er völlig vermilbt und entkräftet war.
Zwei seiner Leidensgenossen mussten sofort eingeschläfert werden, er galt als
nächster Kandidat. Er überlebte und bekam ein zweites Leben.
Möhrwin war ein Bock, der nicht unbedingt Chefschwein sein musste. Er bewies,
dass er als Untertan in einer Gruppe zurecht kam, aber auch ein gutes Leittier
sein konnte. Bei der Pflege verfiel er weder in Schreckstarre noch wehrte er
sich übermässig. Wenn es ihm zu lange dauerte, zeigte er es an, aber es kam
schon vor, dass er während des Kralleschneidens Geschichten erzählte, die nicht
nach Beschwerde klangen.
Sein rechtes Auge wurde immer mehr zum Blumenkohl. Die Schlangenhalter hatten
auch diese Verletzung nicht behandeln lassen. Die spätere Therapie hatte
leider keinen Erfolg mehr und eine OP, die bei Hunden üblich ist, konnte
aufgrund der Kleinheit nicht durchgeführt werden.
Möhrwin war ein wahres Nagetier und nervte damit ganz schön. Wenn
alle anderen in das Futterrufkonzert einstimmten, begann Möhrwin die Plexifront
zu zernagen. Teilweise hatten wir diese mit Zweigen versehen, aber er zog die
Plastik vor. *gg* Möhrwin war unser einziger Kuschelbock.
Möhrwins Leben - eine Erzählung, die mir am Herzen liegt.